Geldspiele sind fĂŒr viele Menschen Teil der Freizeit, so etwa Lotto, Sportwetten oder ein gelegentlicher Casinobesuch. Problematisch wird es, wenn das Spielen immer mehr Raum einnimmt, schwer kontrollierbar wird und negative Folgen fĂŒr Finanzen, Beziehungen oder Arbeit entstehen.
Der Ăbergang von unproblematischem Spielverhalten zu einer Geldspielsucht verlĂ€uft dabei oft schleichend und unbemerkt.
Geldspiele stimulieren das Belohnungssystem im Gehirn. Gewinne, Beinahe-Gewinne und schnelle Spielabfolgen erzeugen Spannung und neue Hoffnung. Diese Reize können dazu fĂŒhren, dass Menschen weiterspielen, auch wenn Verluste ĂŒberwiegen. Mit der Zeit steigt oft der Einsatz oder die SpielhĂ€ufigkeit, wĂ€hrend es schwerer fĂ€llt, aufzuhören. Besonders Online-Geldspiele sind auf dem Smartphone jederzeit verfĂŒgbar und gezielt darauf ausgelegt, zum Weiterspielen zu animieren, etwa durch schnelle Runden, Boni oder In-Game-Belohnungen.
In der Schweiz spielen mehrere Hunderttausend Menschen in einem riskanten oder problematischen Ausmass. Auch Jugendliche und junge Erwachsene kommen frĂŒh mit geldspielĂ€hnlichen Elementen in Kontakt, etwa durch Sportwetten, Lootboxen oder KĂ€ufe innerhalb von Apps und Games.
Geldspiele sind in der Schweiz gesetzlich geregelt. Betroffene und Angehörige können bei Casinos und Online-Casinos eine schweizweite Spielsperre beantragen. Ein bewusster Umgang, klare Regeln und das frĂŒhzeitige Wahrnehmen von VerĂ€nderungen im Spielverhalten helfen, problematische Entwicklungen zu erkennen und rechtzeitig UnterstĂŒtzung zu suchen.