Weitere Substanzen

Psychoaktive Substanzen wie MDMA/Ecstasy, Amphetamine/Speed, Ketamin, Mephedron/3/4-MMC, GHB/GBL, Crystal Meth werden in der Schweiz vor allem im Nachtleben, zur Leistungssteigerung oder Stimmungsregulation konsumiert.

Viele Menschen experimentieren einmalig oder gelegentlich ohne unmittelbare Probleme. Gleichzeitig unterschätzen besonders Jugendliche und junge Erwachsene die Risiken für psychische Gesundheit, Abhängigkeit und akute Gefahren.

Diese Substanzen aktivieren das Belohnungssystem im Gehirn und erzeugen kurzfristig intensive Effekte wie Euphorie, emotionale Nähe, Wachheit, Entkopplung oder Enthemmung. Solche Erlebnisse führen oft dazu, dass Substanzen wiederholt in Stressphasen oder bei Partys eingesetzt werden. Mit der Zeit häuft sich der Konsum, die Dosen steigen oder Substanzen werden gemischt. Der Übergang zu belastenden Mustern verläuft schleichend und bleibt lange unauffällig.

Besonders risikoreich sind Mischkonsum (etwa mit Alkohol), unbekannte Zusammensetzung durch Streckmittel und die hohe Potenz moderner Substanzen. Jugendliche sind besonders gefährdet, weil sich ihr Gehirn noch entwickelt. Mögliche Folgen sind Angststörungen, Psychosen, Herz-Kreislauf-Probleme, Schlafstörungen oder soziale Rückzug.

Ein reflektierter Umgang, klare Grenzen, Drug-Checking (Substanzanalysen) und das frühzeitige Ansprechen von Veränderungen im Verhalten helfen, Risiken zu reduzieren und rechtzeitig Unterstützung zu ermöglichen.

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