Medikamente

Medikamente gegen Schmerzen, Schlafstörungen oder innere Unruhe gelten oft als harmlos. Doch gerade bei Schlaf-, Beruhigungs- und starken Schmerzmitteln wird das Abhängigkeitsrisiko häufig unterschätzt.

Bestimmte Medikamente beeinflussen das zentrale Nervensystem und können beruhigend, angstlösend oder schmerzlindernd wirken. Dazu zählen insbesondere Benzodiazepine, Z-Medikamente und Opioide. Diese Effekte können dazu führen, dass Menschen Medikamente nicht nur zur Behandlung von Beschwerden, sondern auch zur Regulation von Stress oder Belastung einsetzen. Mit der Zeit kann sich eine Gewöhnung entwickeln: Die Wirkung lässt nach, die Einnahme wird häufiger oder die Dosis steigt. Der Übergang zu einem problematischen Medikamentenkonsum verläuft dabei oft schleichend.

Besonders gefährdet sind Menschen, die Medikamente über längere Zeit einnehmen, mehrere Präparate kombinieren oder bereits andere psychische oder körperliche Belastungen haben. Auch im höheren Alter ist problematischer Medikamentenkonsum verbreitet. Die Folgen reichen von körperlichen Beschwerden über Abhängigkeit bis hin zu psychischen Belastungen und Einschränkungen im Alltag.

Wenn Medikamente zunehmend den Alltag bestimmen oder Sorgen auslösen, ist es wichtig, Veränderungen ernst zu nehmen und Unterstützung in Betracht zu ziehen.

Betroffene und Umfeld

Fällt es Ihnen schwer, ohne Medikamente zu schlafen oder den Alltag zu bewältigen? Nehmen Sie häufiger oder mehr Medikamente ein, als ursprünglich vorgesehen? Machen Sie sich Sorgen über Ihre Abhängigkeit von bestimmten Präparaten? Oder sind Sie besorgt um den Medikamentenkonsum einer nahestehenden Person?

Unser Beratungsangebot richtet sich an Menschen mit belastendem Medikamentenkonsum sowie an Angehörige und Bezugspersonen.

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