Essen, Körper, Gewicht und Bewegung spielen für viele Menschen eine wichtige Rolle im Alltag. Problematisch wird es, wenn Gedanken ständig ums Essen, Nichtessen, Kalorien, Training oder Körperform kreisen und das eigene Wohlbefinden stark davon abhängt.
Essstörungen sind ernsthafte psychische Erkrankungen, bei denen Essverhalten, Körperbild und Gefühle sich in einem belastenden Ausmass verändern. Sie entwickeln sich häufig schleichend und werden im Umfeld nur zögerlich bemerkt.
Essstörungen beeinflussen das Belohnungs- und Kontrollsystem im Gehirn. Verzicht, Kontrolle oder exzessives Training können kurzfristig Sicherheit, Erleichterung oder ein Gefühl von Selbstwirksamkeit vermitteln. Mit der Zeit verengen sich jedoch die Handlungsspielräume. Essen, Körper oder Bewegung nehmen immer mehr Raum ein, während andere Lebensbereiche in den Hintergrund treten. Der Versuch, Kontrolle zu behalten, führt dabei oft zu zusätzlichem Druck und Leid.
Menschen, die von einer Essstörung wie Magersucht, Bulimie oder Binge Eating betroffen sind, leiden häufig auch an Körperbildstörungen (Körperdysmorphie), welche die Selbstwahrnehmung verzerrt. Im Umfeld erleben sie oftmals Stigmatisierung und Ausgrenzung. Weitere Problemlagen können im Bereich Fitness, Sport oder Muskeldysmorphie auftreten, bei denen der Körper stark im Mittelpunkt steht. Auch Adipositas kann mit Essstörungen einhergehen.
Wenn Ernährung, Körperbild oder Training zunehmend das Denken und Handeln bestimmen, ist es wichtig, Veränderungen ernst zu nehmen und Unterstützung in Betracht zu ziehen.
Unser Beratungsangebot richtet sich an Menschen, die ihr Ess- oder Körperverhalten als belastend erleben, sowie an Angehörige und Bezugspersonen.
Melden Sie sich für ein unverbindliches Erstgespräch. Kostenlos und vertraulich.