Cannabis ist die am häufigsten konsumierte illegale Substanz in der Schweiz. Viele Menschen machen im Laufe ihres Lebens Erfahrungen mit Cannabiskonsum, oft ohne unmittelbare Probleme. Gleichzeitig zeigt sich, dass insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene die Risiken für psychische und körperliche Gesundheit häufig unterschätzen oder verharmlosen.
Cannabis wird aus der Hanfpflanze gewonnen und meist als Marihuana oder Haschisch konsumiert. Die berauschende Wirkung geht auf den Wirkstoff THC zurück, der in der Schweiz gesetzlich verboten ist. THC aktiviert das Belohnungssystem im Gehirn und kann Entspannung, Wohlbefinden oder eine veränderte Wahrnehmung auslösen. Diese Effekte können dazu führen, dass Menschen Cannabis wiederholt konsumieren, insbesondere in Phasen von Stress, Überforderung oder Unsicherheit.
Bei regelmässigem oder hoch dosiertem Konsum kann sich der Gebrauch verselbstständigen und zu einer psychischen Abhängigkeit führen. Konzentration, Motivation und Leistungsfähigkeit können beeinträchtigt werden, ebenso die psychische Stabilität. Besonders risikoreich ist ein früher Einstieg, da sich das Gehirn in der Jugend noch entwickelt und ein enger Zusammenhang mit psychischen Problemen bestehen kann. Zudem weist Cannabis heute häufig eine höhere Konzentration an THC auf, was die Risiken für Abhängigkeit und psychische Beschwerden erhöht.
Die richtigen Informationen, eine klare Haltung, verlässliche Orientierung und das frühzeitige Ansprechen von Verhaltensveränderungen tragen dazu bei, Risiken realistisch einzuschätzen und problematische Entwicklungen früh zu erkennen.