Kaufsucht

Einkaufen und Shoppen gehört für viele Menschen zum Alltag und ist gesellschaftlich positiv besetzt. Durch Online-Shops, Apps und permanente Verfügbarkeit wird Kaufen zunehmend erleichtert. Problematisch wird es, wenn Kaufen zur Belastung wird oder ausser Kontrolle gerät.

Kaufsucht entwickelt sich häufig im Verborgenen und bleibt im Umfeld lange unbemerkt. Sie entsteht meist schrittweise, wenn Kaufen zunehmend zur Bewältigung von Stress, innerer Leere oder unangenehmen Gefühlen eingesetzt wird.

Kaufen stimuliert das Belohnungssystem im Gehirn. Der Kaufmoment kann kurzfristig ablenken sowie Freude und Erleichterung auslösen. Wenn Kaufen wiederholt genutzt wird, um Stress, Leere oder unangenehme Gefühle zu regulieren, kann sich das Verhalten verfestigen. Mit der Zeit verlieren viele Betroffene die Kontrolle über ihr Kaufverhalten während Schulden, Konflikte oder Schamgefühle zunehmen.

In der Schweiz ist jede zwanzigste Person von Kaufsucht betroffen. Kaufsucht betrifft Menschen unterschiedlichen Alters und Geschlechts. Sie geht oft mit psychischen Belastungen wie Stress, Depressionen oder Angst einher und kann das soziale und berufliche Leben stark beeinträchtigen. Die ständige Verfügbarkeit von Konsumangeboten erschwert es zusätzlich, Grenzen einzuhalten.

Wenn Kaufen zunehmend zur Belastung wird und andere Lebensbereiche darunter leiden, ist es sinnvoll, genauer hinzuschauen und UnterstĂĽtzung in Anspruch zu nehmen.

Betroffene und Umfeld

Haben Sie das Gefühl, häufiger oder impulsiver zu kaufen, als Sie möchten? Stapeln sich ungeöffnete Pakete oder ist das Budget regelmässig überschritten? Verursacht Ihr Kaufverhalten Stress, Schuldgefühle oder Konflikte? Oder machen Sie sich Sorgen um eine Person in Ihrem Umfeld?

Unser Beratungsangebot richtet sich an Menschen mit belastendem Kaufverhalten sowie an Angehörige und Bezugspersonen.

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