Frühe Kindheit: Selbstcheck für Gemeinden

Sechs Bausteine zeigen, wie Gemeinden die frühe Kindheit fördern können. Mit dem Selbstcheck finden Gemeinden heraus, wo sie stehen und welche Schritte sich lohnen.

Die Berner Gesundheit begleitet Gemeinden in der kommunalen Gesundheitsförderung. Die sechs Bausteine zeigen, welche Themen ein kommunales Konzept umfassen sollte.

Bausteine der kommunalen Politik der frühen Kindheit

Umfassende kommunale Strategie

Eine kommunale Strategie für die frühe Kindheit wird idealerweise departementsübergreifend entwickelt und orientiert sich an nationalen und kantonalen Stossrichtungen. Sie verbindet die Bereiche Soziales, Sicherheit, Gesundheit, Raumplanung, Bildung sowie Finanzen/Präsidiales.

Ressourcen

Planung und Umsetzung erfordern Personal, Koordination, Finanzierung und Infrastruktur. Der Einbezug der Bevölkerung und lokaler Akteur:innen ist zentral. Eine dauerhafte Koordinationsstelle fördert die Nachhaltigkeit.

Qualität

Qualität macht den entscheidenden Unterschied. Fachlicher Austausch, Weiterbildung, geeignete Infrastruktur und Qualitätsmanagement sichern wirksame Angebote.

Zugang

Angebote müssen für alle zugänglich sein: durch aktive Information, Abbau sprachlicher, kultureller und finanzieller Barrieren, gezieltes Aufsuchen von Familien, Einbezug von Schlüsselpersonen sowie Begleitung bei Übergängen.

Vernetzung

Die Vernetzung aller Akteur:innen, von der frühen Kindheit bis zu Kindergarten und Schule, bildet eine Präventionskette. So können Zugänge für benachteiligte Familien zu weiteren Angeboten besser begleiten werden, zudem stärkt fachlicher Austausch die kommunalen Qualitätsstandards.

Angebote

Das Kernelement umfasst: gesundheitliche Vorsorge, frühkindliche Bildung und Betreuung, frühe Sprachförderung, Begegnungsorte sowie Eltern- und Familienunterstützung. Es lohnt sich, Lücken zu erkennen und alle Familien, auch sozioökonomisch benachteiligte, zu erreichen.

Selbstcheck zu den Bausteinen einer kommunalen Politik der frühen Kindheit

Gesundheitsförderung und Prävention in den ersten Lebensjahren wirken sich positiv auf den weiteren Lebensverlauf aus und verringern Kosten im Gesundheits- und Sozialwesen. Gemeinden können einen wertvollen Beitrag in einen gelingenden Start ins Kinderleben leisten und förderliche Rahmenbedingungen für kleine Kinder mit ihren Familien gestalten.

Wo steht Ihre Gemeinde in der frühen Förderung? Finden Sie es heraus mit dem Selbstcheck: Die Auswertung am Schluss gibt Ihnen einen Überblick zur aktuellen Situation in Ihrer Gemeinde und hilft Ihnen, mögliche weitere Schritte abzuleiten.

Kontakt aufnehmen

Anna-Regula Oberteufer

Fachmitarbeiterin Gesundheitsförderung und Prävention

annaregula.oberteufer@beges.ch

031 370 70 80

Das könnte sie auch interessieren