Jahresberichte
Jahresbericht 2009: Zusammenarbeit, Synergien und Vernetzung
Gesundheit ist ein Begriff, den wir nie nur als Abwesenheit von Krankheit verstehen, sondern der vielmehr ein Gleichgewicht des körperlichen und psychischen Wohlbefindens ausdrückt und der immer auch innerhalb eines Systems zu verstehen ist. So sind von einer Sucht Angehörige, Familie, aber auch das berufliche Umfeld mit betroffen. Eine Tatsache, der unsere Beratungs- und Therapieangebote bewusst Rechnung tragen. Die steigenden Zahlen zeigen, dass unsere Einzel- bzw. Systemberatungen und Gruppenangebote nach wie vor stark gefragt sind. Dies zeigt eindrücklich, dass wir mit unserer ambulanten Suchtberatung nahe bei der Bevölkerung sind. Und das erlaubt frühzeitige und wirkungsvolle Interventionen.
Dadurch wird einer Chronifizierung entgegengewirkt und in vielen Fällen gar eine kostenintensive stationäre Behandlung abgewendet.
Wir können jetzt auf ein Jahr des ärztlich geleiteten ambulanten Alkoholentzugs zurückblicken. Die wichtigsten Ergebnisse und Erfahrungen dieses erfolgreichen Programms sind im Bericht des Leitenden Arztes, Oliver Grehl, zusammengefasst.
Mit den sich rasant verändernden Angeboten im Bereich der Online-Medien steht die Berner Gesundheit vor einer neuen Herausforderung. Im Jahr 2009 haben die ersten Abklärungen für ein Angebot zum Thema «Neue Medien» begonnen. Im Laufe des kommenden Jahres werden wir vermehrt Ressourcen in dieses Projekt investieren. Eine steigende Zahl junger Menschen verbringt pro Woche mehr als 21 Stunden im Internet und läuft Gefahr, den Kontakt zur realen Welt zu verlieren und den Lebensmittelpunkt in die virtuelle Welt zu verschieben. Wie können wir diese Menschen erreichen, welche Unterstützung brauchen sie, aber auch ihre Angehörigen, Schulen und Betriebe? Diese Fragen gilt es zu klären und entsprechende Angebote bereitzustellen.
Die Abteilung Prävention und sexuelle Gesundheit startete nach einer Reorganisation 2009 mit neuen Leiterinnen. Die erfolgreiche Konsolidierung der Projektphase 2006–2009
und die vielfältige Projektpalette beweisen, dass wir mit unserer Arbeitsweise auf dem richtigen Weg sind.
Wenn wir in der Gesundheitsförderung und der Präventionsarbeit die Wirkung unseres Handelns vervielfachen wollen, dürfen wir nicht nur auf die eigenen Kräfte und Kompetenzen setzen, sondern müssen bewusst auch die Chancen der Zusammenarbeit wahrnehmen. Aus diesem Grunde haben wir auch 2009 den Fokus immer wieder auf die Kooperation und die Vernetzung innerhalb unserer Abteilungen, aber auch mit unseren Partnerinstitutionen gelegt. Die Vorbereitungsarbeiten zur Gründung des Dachverbands Gesundheit und Sucht mit Contact Netz drücken diese Strategie aus.
Unser Jahresbericht 2009 besteht nur in elektronischer Form und kann problemlos ausgedruckt werden. Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre.
Bruno Erni, Geschäftsführer

![beges [logo]](/interface/berner_gesundheit-logo.gif)