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Jahresberichte

Jahresbericht 2012: Neue Medien: Lust oder Laster?

Seit der Jahrtausendwende hat die digitale Kommunikation immer mehr Gewicht in unserem  Alltag  erhalten,  besonders  bei der jüngeren Generation: 97 % der 14- bis 19-Jährigen nutzen das Internet regelmässig und praktisch alle Jugendlichen besitzen ein eigenes Handy. Die Neuen Medien sind aus Beruf, Schule und Ausbildung nicht mehr wegzudenken, spielen aber auch in unserer Freizeit eine immer grössere Rolle.

Diese Entwicklung bietet neben unbestrittenen Chancen auch erhebliche Risiken. So besteht beispielsweise die Gefahr, dass Kinder und Jugendliche mit gewalttätigen oder porno-grafischen Inhalten konfrontiert werden, die für ihre gesunde Entwicklung problematisch sind. Zudem ist bekannt, dass der unkontrollierte Konsum Neuer Medien süchtig machen kann. Gemäss aktuellen Schätzungen sind in der Schweiz rund 70 000 Menschen onlinesüchtig. Konkret heisst dies, dass die Betroffenen wöchentlich 35 Stunden im Internet verbringen und dies ausserhalb ihrer Arbeits- bzw. Schul- oder Ausbildungszeit.

Als Stiftung für Gesundheitsförderung und Suchtfragen beschäftigen wir uns ebenfalls intensiv mit dem Thema Neue Medien. Wir bieten Eltern, Familien und Schulen Unterstützung  bei  der  Planung  und  Umsetzung  entsprechender  Präventionsmassnahmen und beraten Menschen mit Schwierigkeiten im Umgang mit den Neuen Medien. Für diese Aufgaben nutzen wir ebenfalls die Neuen Medien und bieten beispielsweise auf www.cybersmart.ch umfassende Informationen zum cleveren Umgang mit den elektronischen Kommunikationsmitteln. Ein Widerspruch? Nein, denn wie auch bei anderen Suchtmitteln vertreten wir nicht den Standpunkt der Null-Toleranz. Gegen einen massvollen Einsatz oder Konsum ist grundsätzlich nichts einzuwenden; der unkontrollierte Gebrauch führt hingegen zu gesundheitlichen Schäden und anderen Problemen. Daher nutzen auch wir die Neuen Medien in unserer Arbeit und holen Betroffene quasi an Ort und Stelle ab.

2013 werden wir mit dem Newsletter ein weiteres Produkt lancieren, welches unsere Palette an elektronischen Kommunikationsmitteln ergänzen wird. Der Newsletter dient nicht nur dazu, über unsere aktuellen Angebote und Veranstaltungen zu informieren, sondern ersetzt auch die Postkarte, welche wir bisher verschickt hatten, um auf den Jahresbericht hinzuweisen. Auf diese Weise können wir Gestaltungs-, Druck- und Versandkosten sparen und diese Gelder sinnvoller für andere PR-Massnahmen einsetzen. Aus diesem Grund verzichten wir ab sofort auch darauf, in unserem Jahresbericht einzelne Anlässe oder Angebote im Detail hervorzuheben. Diese Themen werden in Zukunft in den Newsletter einfliessen und dadurch eine aktuellere Berichterstattung erlauben, als es bisher im Rahmen des Jahresberichts möglich war. Falls Sie an unserem neuen Newsletter interessiert sind, können Sie diesen auf www.bernergesundheit.ch abonnieren.

Wenn Sie mehr über Chancen und Risiken der Neuen Medien erfahren möchten, laden wir Sie ein, diesen Sommer unsere Veranstaltungen «sprechpuls» in der Buchhandlung Thalia zu besuchen. Wie schon im letzten Jahr werden unsere Fachpersonen dort kurze Referate halten und anschliessend Fragen aus dem Publikum beantworten. Abgerundet werden diese Veranstaltungen mit Büchertischen, auf denen Sie empfehlenswerte Fachliteratur zum Thema Neue Medien finden werden. Mehr Details zum «sprechpuls» finden Sie demnächst auf www.bernergesundheit.ch

Nach diesem kurzen Ausblick ins laufende Jahr wünschen wir Ihnen nun gute Lektüre beim Rückblick ins Jahr 2012!

Bruno Erni, Geschäftsführer