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Jahresberichte

Jahresbericht 2010: Die ambulante Beratung bewährt sich mehr denn je

Der erste Schritt ist meist der schwierigste. Dies gilt ganz besonders für Menschen mit Suchtproblemen. Zuerst steht die Erkenntnis, dass der eigene Konsum von Alkohol oder anderen Suchtmitteln aus dem Ruder läuft. Ich trinke zu viel! Brauche ich Hilfe? Heisst das, dass ich mich in eine stationäre Therapie begeben muss? Wie soll dann meine Familie ohne mich klarkommen? Wie wird meine Chefin reagieren?

Grundsätzlich gilt die Regel: Je länger der erste Schritt hinausgezögert wird, desto aufwendiger wird später die Behandlung. In vielen Fällen entwickelt sich als Folge eine schwere Form der Abhängigkeit. Dann wird eine zeit- und kostenintensive stationäre Behandlung meist unumgänglich.

Es ist deshalb unser Ziel und unser Auftrag, betroffene Menschen möglichst früh zu erreichen und ihnen zu helfen, ihre Probleme in den Griff zu bekommen. Die ambulante Beratung und Therapie ist leicht und schnell zugänglich. Betroffene können sich informieren, eine Beratung oder eine Therapie in Anspruch nehmen und/oder von den Möglichkeiten einer ärztlich geleiteten, ambulanten Alkoholentzugsbehandlung profitieren. Die Vorteile der ambulanten Behandlung liegen auf der Hand: Auch während der Therapie können Betroffene in ihrem privaten Umfeld bleiben und ihrer Arbeit nachgehen. Nicht selten sind es gerade diese Überlegungen, welche dazu führen, dass der erste Schritt zu einer Behandlung gewagt wird.

Am sinnvollsten ist es natürlich, dem Entstehen von Suchtkrankheiten und Gesundheitsproblemen mit geeigneten Mitteln möglichst zuvorzukommen oder den Schweregrad zu mindern. Deshalb engagieren wir uns weiterhin mit wirkungsvollen Massnahmen zur Prävention und Gesundheitsförderung sowie mit Angeboten zur Förderung der sexuellen Gesundheit. Es geht darum, Stärken zu stärken, Risiken zu schmälern und bei Problemen frühzeitig hinzuschauen und richtig zu intervenieren. Denn Vorsorgen ist bekanntlich um ein Mehrfaches kostengünstiger als Heilen.

Unser Jahresbericht 2010 besteht nur in elektronischer Form und kann problemlos ausgedruckt werden. Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre.

Bruno Erni, Geschäftsführer