Donna, Nonna, ma Donna
Das Ziel des Projekts war, durch die Förderung der Gesundheitskompetenzen von Frauen ab 50, einen Beitrag zur Verminderung von Beschwerden und des Gebrauchs von Medikamenten zu leisten. Das ganze Projekt dauerte vier Jahre.
In unserer Gesellschaft zählt Jugendlichkeit oft mehr als die Lebenserfahrung und das Wissen von reiferen Frauen. Mangelnde Wertschätzung sowie körperliche und seelische Veränderungen des Älterwerdens können verunsichern und zusammen mit alltäglichen Belastungen und/oder ungenügenden Ressourcen zu Störungen des Wohlbefindens und zu Beschwerden führen. Das Wohlbefinden ist ein zentraler Schutzfaktor für die Gesundheit und ein erfolgreiches Altern.
Unter dem Titel «Wohlbefinden im Alltag: Ein Angebot für Frauen ab 50» wurden deshalb neun Informations-Veranstaltungen und sieben Vertiefungsangebote à je sechs Austauschtreffen angeboten. In Zusammenarbeit mit Vorgesetzten der Hauswirtschaftsabteilungen von Spitälern und Ausländerorganisationen konnten weniger privilegierte Frauen erreicht werden, die nicht gewohnt sind, solche Bildungsangebote zu nutzen. Alle Veranstaltungen waren gratis und konnten auch einzeln besucht werden. Die Angebote für Ausländerinnen wurden in Zusammenarbeit mit Sprach- und Kulturvermittlerinnen vorbereitetet und durchgeführt.
Mit Informationen, kurzen Filmszenen, spielerischen Übungen und Gesprächen wurde an die Kompetenzen und Ressourcen der Frauen angeknüpft. Im Zentrum standen die Bedürfnisse der Teilnehmerinnen, der Einbezug ihrer spezifischen Lebenskontexte sowie die Berücksichtigung frauenspezifischer psychosomatischer Verarbeitungsmuster.
Die externe und interne Evaluation zeigte, dass die Teilnehmerinnen in Bezug auf Gesundheit und Wohlbefinden sowie Gesundheitsrisiken und Bewältigungsstrategien viel gelernt haben. Viele Teilnehmerinnen gaben an, Kenntnisse, die sie an den Austauschtreffen erworben hatten, zu Hause umzusetzen. Auch der Austausch mit anderen Teilnehmerinnen in einer ähnlichen Lebenslage wurde als sehr hilfreich erlebt. Viele Teilnehmerinnen kamen regelmässig zu den Austauschtreffen und wünschten sich weitere ähnliche Angebote.
Kontaktperson: Maya Mezzera

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