FAQ : Glücksspiel
Die meistgestellten Fragen zum Thema Spielsucht und unsere Antworten
- «Wie merke ich, dass ich glücksspielsüchtig bin?» Daniel, 29, Serviceangestellter
- «Wie kann ich kontrolliert spielen?» Claudio, 45, Versicherungsvertreter
- «Lange Zeit dachte ich, mein Partner habe eine Geliebte. Er kam spät nach Hause, sprach kaum noch mit mir, und machte Schulden. Inzwischen weiss ich, dass mein Partner unser Geld einem Spielautomaten verfüttert. Was kann ich tun?» Brigitte, 36, Kindergärtnerin
«Wie merke ich, dass ich glücksspielsüchtig bin?» Daniel, 29, Serviceangestellter
Möglicherweise gefährdet oder abhängig ist,
- wer jemals seine Arbeit versäumt hat, um spielen zu können.
- wer durch das Spielen familiäre Missstände ausgelöst hat.
- wer nach dem Spielen «Katzenjammer» hat.
- wer schon mit dem Vorsatz gespielt hat, mit dem Gewinn Schulden zu begleichen oder andere finanzielle Probleme zu lösen.
- wer versucht, seinen Spielverlust sofort zurückzugewinnen.
- wer nach einem Gewinn unbedingt weitermacht, um noch mehr zu gewinnen.
- wer sich schon oft «pleite» gespielt hat.
- wer schon oft andere angepumpt hat, um spielen zu können.
- wer Kredite laufen hat, die mit dem Spielen zusammenhängen.
- wer eigene Sachen verkauft, um an Spielgeld heranzukommen.
- wer Schwierigkeiten hat, frei verfügbares Geld für etwas anderes auszugeben.
- wer kein Interesse mehr an seiner Umgebung hat.
- wer bemerkt, dass er beim Spielen zeitliche Vorgaben oftmals nicht mehr einhält.
- wer unruhig und aggressiv wird, wenn er keine Gelegenheit zum Spielen findet.
- wer schon angefangen hat, gedanklich oder auch real die Möglichkeiten ungesetzlicher «Finanzierung» durchzuspielen.
- wer nach Sorgen, Ärger und Frustration erstmals spielen gegangen ist.
- wer schon spielen gegangen ist, um sich Glücksgefühle zu verschaffen.
- wer spürt, dass er sich und andere schädigt, und trotzdem weiterspielt.
- wer trotz fester Absichten, nicht zu spielen, viele Male rückfällig geworden ist.
- wer schon wegen des Spielens Selbstmordgedanken hatte.
Wenn Sie dazu Fragen haben oder eine genauere, sorgfältige Abklärung wünschen, nehmen Sie mit einer unserer Fachpersonen Kontakt auf.
«Wie kann ich kontrolliert spielen?» Claudio, 45, Versicherungsvertreter
Notieren Sie einen Monat lang Ihre Glücksspielgewohnheiten auf einem Kontrollblatt. Führen Sie auf, wie oft (Spielhäufigkeit) und wie lange (Spieldauer) Sie gespielt haben. Notieren Sie auch den eingesetzten und verlorenen/ gewonnenen Betrag. So erhalten Sie einen Überblick über das Ausmass Ihres Glücksspiels.
Sie können erkennen, in welchen Situationen Sie viel und in welchen Sie weniger spielen. Sie können nun entscheiden, wie Sie Ihr Glücksspiel reduzieren möchten.
Versuchen Sie Spielhäufigkeit, Spieldauer und Geldbetrag zu reduzieren, wie zum Beispiel einmal in der Woche während 2 Stunden mit maximal Franken 100.– zu spielen. Bleiben Sie konsequent.
Fällt Ihnen das Reduzieren leicht? Gibt es Situationen, die ohne Glücksspiel schwer auszuhalten sind? Wie fühlen Sie sich in solchen Situationen?
Wenn Sie alleine nicht mehr weiterkommen, rufen Sie uns an und vereinbaren Sie einen unverbindlichen Termin.
«Lange Zeit dachte ich, mein Partner habe eine Geliebte. Er kam spät nach Hause, sprach kaum noch mit mir, und machte Schulden. Inzwischen weiss ich, dass mein Partner unser Geld einem Spielautomaten verfüttert. Was kann ich tun?» Brigitte, 36, Kindergärtnerin
Sagen Sie ihm, dass Sie unter seinem Verhalten und der Geldknappheit leiden. Sprechen Sie offen mit ihm über Ihre Beobachtungen, Überlegungen und Empfindungen.
Lassen Sie sich von einer «Ja, aber-Haltung» leiten: «Ja, ich stehe zu dir, aber ich kann und will dein Handeln (deine Sucht) nicht unterstützen. Ich werde dir nicht mehr die Verantwortung abnehmen und dich auch nicht mehr vor den Konsequenzen deines Verhaltens schützen.»
Versuchen Sie Ihren Partner zu motivieren, sich von einer Fachperson/Fachstelle beraten zu lassen. Wenn Sie dabei Unterstützung brauchen, können Sie sich alleine oder gemeinsam mit Ihrem Partner an uns wenden.

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