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Glück im Unglück

Verhindern und Vermindern des sozialen und gesundheitlichen Abstiegs gefährdeter, exzessiver und pathologischer Glücksspieler/innen und ihrer Angehörigen

Verschiedene Studien im In- und Ausland deuten darauf hin, dass eine Erhöhung des Glücksspiel-Angebotes zu einer grösseren Anzahl problematischer und pathologischer Spielerinnen und Spielern führt. In einer entsprechenden Untersuchung der Universität Genf wurde ein Zusammenhang zwischen dem regional unterschiedlichen Angebot an Glücksspielautomaten und dem Anteil an pathologischen und potentiell pathologischen Spieler/innen in der Schweizer Bevölkerung festgestellt. In Regionen mit einem grossen Angebot an Glücksspielautomaten wurde ein entsprechend höherer Anteil Glücksspielsüchtiger beobachtet. Der Anteil der wahrscheinlich Glücksspielsüchtigen wurde in dieser Studie auf 0,79 % und jener der potentiell Glücksspielsüchtigen auf 2,18 % der erwachsenen Bevölkerung geschätzt. Bei einer erwachsenen Bevölkerung von rund 800’000 Einwohnenden im Kanton Bern ergibt das 24'000 Glücksspielsüchtige (wahrscheinliche und potentielle). Darüber hinaus sind im Mittel zehn weitere Personen im jeweiligen Umfeld betroffen (Familienmitglieder, Arbeitgeber, Gläubiger), was die Zahl der durch Glücksspielsucht Betroffenen auf 264’000 erhöht.

Die Nachfrage nach Glücksspielsuchtberatungen ist seit der Liberalisierung des Spielbankengesetzes auch im Kanton Bern stark gestiegen.

In der ersten Projektphase wurde ein spezifisches Behandlungskonzept für die Beratung von Glücksspielsüchtigen und von betroffenen Angehörigen erstellt. Daneben wurde ein Faltprospekt entwickelt und eine Kampagne in öffentlichen Verkehrsmitteln gestartet, um auf die Beratungsangebote aufmerksam zu machen und die Öffentlichkeit für die Thematik zu sensibilisieren.

Die Website www.glueck-im-unglueck.ch bot eine Auswahl an leicht zugänglichen Unterstützungsangeboten, unter anderem ein Selbsterhebungsbogen, wo Spielende ihr Spielverhalten testen können. Dieser Test ist unterdessen in die Website der Berner Gesundheit integriert (siehe rechte Spalte)

In der zweiten Projektphase wurden Betroffene und Angehörige beraten und es wurden soziodemographische und behandlungsrelevante Daten erhoben.

Kontaktperson: Maya Mezzera